Übersterblichkeit

Seit Wochen sterben in der Schweiz weit mehr Personen, als vom Bundesamt für Statistik (BfS) prognostiziert wurden. In den letzten elf Wochen (Stand: 8. September 2022) waren es in der Schweiz 1’700 Todesfälle mehr.

«Schlusspunkt»-Kolumne von Anian Liebrand, erschienen in der «Schweizerzeit» am 16. September 2022

Im ganzen Jahr 2022 sind bislang sogar 3’000 Menschen mehr gestorben als erwartet. Die extreme Abweichung von den Prognosen lässt sich nicht mit früheren Phasen erhöhter Übersterblichkeit (z.B. im Hitzesommer 2003) vergleichen und wirft Fragen nach den Gründen auf.

Es ist nicht gerade vertrauensfördernd, wenn das BfS und Mitglieder der Task- Force des Bundes die rekordhohe Übersterblichkeit in den Medien nur mit halbherzigen Vermutungen kommentieren. Es müsse irgendwie mit Covid-19 zu tun haben, ist keine akzeptable Antwort, die dem brisanten Thema gerecht wird. Vielmehr lässt solches Lavieren besorgte Bürgerinnen und Bürger über die wahren Hintergründe im Dunkeln tappen.

Jedem objektiven Beobachter sticht ins Auge, dass die auffällige Zunahme der Übersterblichkeit mit der gestiegenen Covid-19-Impfquote korreliert. Erhärtet sind zudem viele Berichte über schwere Herzprobleme als Nebenwirkung der Impfung. In Anbetracht dieser Fakten liegt nahe, dass ein Zusammenhang mit Impfungen zumindest geprüft werden müsste – gerade auch vor dem Hintergrund, dass namhafte Fachleute wiederholt vor möglichen Folgeschäden gewarnt haben.

Ich habe es satt, dass Geimpfte und Ungeimpfte gegeneinander ausgespielt werden und sich diese gegenseitig Vorwürfe machen. Das Vertrauen in die Wirkung von Impfstoffen wird aber nicht gestärkt, wenn gravierende negative Auswirkungen nicht ultimativ ausgeschlossen werden können. Notabene haben vor allem die Geimpften einen Anspruch auf eine umfassende Wahrheitssuche.

Auch dass in den Corona-Jahren die Geburtenzahlen auffallend stark eingebrochen sind, ist bemerkenswert. Hier müsste doch ebenso ein Bestreben feststellbar sein, diese Auffälligkeit rational und sachbezogen zu erklären.

Die lückenhafte Informationspolitik des Bundes zu Covid-19 hat viele Menschen verunsichert und tiefe Gräben aufgerissen, welche die Bevölkerung noch immer spalten. Der Bund steht deshalb in der Pflicht, die Gründe der extremen Übersterblichkeit unvoreingenommen – und allein der wissenschaftlichen Wahrheit verpflichtet – aufzuarbeiten.

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Anian Liebrand
Anian Liebrand
Geboren 1989 in Fribourg. Aufgewachsen in Beromünster LU. Nach Abschluss der kaufmännischen Berufsmatura diverse praxisnahe Weiterbildungen, u.a. im Marketing. Von 2014 bis 2016 Präsident der Jungen SVP Schweiz. Heute in verschiedenen Funktionen für unterschiedliche Parteien und Organisation tätig. 2020 Gründung der Politagentur.ch GmbH als deren Geschäftsführer.

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