Missbrauchte Polizei

Hat die Schweiz, die bisher in vielen Bereichen viel besser als die anderen Staaten funktionierte, durch das Corona-Regime ihre «Unschuld» verloren? Oder hätten Sie es für je für möglich gehalten, dass normale, gutbürgerlich gesinnte Staatsbürger auf eidgenössischem Boden massive Polizeigewalt gegen friedliche Demonstranten beklagen müssen?

«Schlusspunkt»-Kolumne von Anian Liebrand, erschienen in der «Schweizerzeit» am 5. November 2021

Kritik an der Polizei und dem Verhalten einzelner Polizisten gab es natürlich schon immer. Hauptsächlich Linke beklagen sich seit Jahr und Tag über vermeintlich zu hartes Vorgehen und anderes. Manchmal vielleicht zu Recht, manchmal aber auch zu Unrecht. Kritik ist – gerade in exponierten Positionen – völlig normal und gesund. Wir Rechten haben unseren Sicherheitskräften immer die Stange gehalten und tun das auch weiterhin. Das lange währende Vertrauensbündnis zwischen Polizei und Volk hat in den letzten Wochen allerdings spürbare Risse gekriegt.

Verstörende Videos, die dokumentieren, dass Polizisten friedlichen Trychlern mit voller Wucht Pfefferspray ins Gesicht schiessen, machten bereits im Frühling die Runde. In letzter Zeit häuften sich aber die Vorfälle: Polizisten schlagen auf am Boden liegende, Schweizer-Kreuz-Hemden tragende Bürger ein oder beschiessen «urchige Männer von nebenan» ohne Not mit Gummischrot. In Zermatt werden Wirte mit einem Riesen-Aufgebot abgeführt – nicht etwa wegen eines Mordes, sondern weil sich diese der Zertifikatspflicht verweigert haben. Solche Bilder lassen einem das Herz bluten!

Man mag es für unverantwortlich halten, dass auch Corona-Massnahmen-Kritiker mitunter unbewilligte Demonstrationen abhalten und sich nicht immer an das Gesetz halten. Wenn Polizeisprecher aber seit Jahren gegenüber linksradikalen Gewalt-Aufmärschen systematisches Nicht-Eingreifen mit dem «Gebot der Verhältnismässigkeit» begründen, ist die resolute Unterbindung friedlicher Proteste, wie sie anlässlich der sogenannten Corona-Demos neuerdings verordnet wird, nicht mehr nachvollziehbar.

Das Corona-Regime führt dazu, dass auf allen Seiten vermehrt «die Sicherungen durchbrennen». In besonderer Verantwortung stehen jetzt die Exekutivpolitiker und Polizeikommandanten. Tausende ehrenwerte Polizisten – ein Grossteil von ihnen ist eigentlich «auf unserer Seite» – dürfen nicht länger dazu missbraucht werden, Bundesrat Bersets irrsinniges Notrechts-Regime zu stützen.

Anian Liebrand
Anian Liebrand
Geboren 1989 in Fribourg. Aufgewachsen in Beromünster LU. Nach Abschluss der kaufmännischen Berufsmatura diverse praxisnahe Weiterbildungen, u.a. im Marketing. Von 2014 bis 2016 Präsident der Jungen SVP Schweiz. Heute in verschiedenen Funktionen für unterschiedliche Parteien und Organisation tätig. 2020 Gründung der Politagentur.ch GmbH als deren Geschäftsführer.

Weitere Texte

Ähnliche Beiträge

Werbungspot_img

Neuste Beiträge

Zuwanderung begrenzen: Jetzt oder nie!

Die SVP hat Recht, wenn sie in ihrem neuen Positionspapier feststellt: «Es kommen zu viele und die falschen Ausländer». Doch nicht nur die Asylpolitik muss neu ausgerichtet werden.

WEF – ein Kriegstreiber-Forum?

Vom 16. bis am 20. Januar hat das Weltwirtschaftsforum (WEF) wieder in Davos getagt. Dieses Jahr auf der Agenda: Forderungen zur Errichtung einer globalen Klimaplanwirtschaft nach der Umwälzung der Gesellschaft, und – als Schwerpunkt – offensive Kriegstreiber-Rhetorik.

Eskalierte «Partyszene»

Gewalt gegen Einsatzkräfte und Frauen, Sachbeschädigungen und Attacken mit Feuerwerkskörpern: Selbst die Mainstream-Medien konnten die heurigen Silvesternacht-Ereignisse in deutschen Städten nicht mehr kleinreden.

Schlagwörter

Newsletter abonnieren