Sommerloch-Kampagne

In den Juli-Wochen dominierte eine verstörende Geschichte aus dem Kanton Aargau die Medien-Schlagzeilen. Ein Mann schändete und vergewaltigte zwei Frauen und ein minderjähriges Mädchen, nachdem er sie zuvor mit K.-o.-Tropfen betäubt hatte. Der Beschuldigte soll die Taten über längere Zeit unzählige Male begangen und diese fotografiert und gefilmt haben.

«Schlusspunkt»-Kolumne von Anian Liebrand, erschienen in der «Schweizerzeit» am 7. August 2026

Bekannt wurden diese schockierenden Taten, weil zwei seiner Opfer den Schritt an die Öffentlichkeit gewagt haben – «um anderen Frauen Mut zu machen». Da die Ermittlungsbehörden die vom Täter selbst gefertigten Videoaufnahmen der sexuellen Missbräuche sicherstellen konnten, dürfte das Beweismaterial erdrückend sein. Hoffentlich wird dieser psychisch kranke «Sauhund» für immer weggesperrt werden!

Dass die Medien über diese traurigen Vorkommnisse berichten und damit mehr Wachsamkeit schaffen, ist im Grunde ja ausdrücklich zu begrüssen. Fragwürdig ist der schale Beigeschmack, den viele Medienberichte hinterlassen. Eifrig wurde nämlich in fast jedem Artikel erwähnt, dass der Täter ein «ehemaliger SVP-Grossrat» sei. Man hatte zeitweise gar den Eindruck, dass die Medien geradezu wetteifern, wer die SVP am meisten im Zusammenhang mit diesen schrecklichen Ereignissen zu nennen vermochte. Zum Glück ist der allergrösste Teil der Bevölkerung clever genug, um zu erkennen, dass auch Parteien ein Abbild der Gesellschaft sind – und sich kriminelle Vorfälle leider auch bei Mitgliedern sämtlicher Parteien nie ausschliessen lassen. Einige linke Kreise waren sich dennoch nicht zu schade, einen Bezug zur SVP herzustellen – verbunden mit Kampagnen, die suggerieren, dass die SVP sich im Parlament gegen den Schutz von Frauen ausgesprochen habe. Auch wenn solcherlei Agitation jedem Anstandsverständnis widerspricht, zielen deren Nutzniesser darauf ab, dass bei den Leuten schon «irgendetwas haften» bleibt – und sei es auch nur implizit, dass die SVP nicht auf der Seite der Frauen stehe.

Ausgeblendet wird sowohl von den SVP-fixierten Medien als auch den linken Hetzern, dass es die SVP ist, die sich seit Jahren für konsequente Strafen gegen Gewalt an Frauen einsetzt. In der März-Session 2026 stimmte die SVP-Fraktion z.B. als einzige dafür, dass Offizialdelikte im häuslichen Bereich automatisch zur Landesverweisung führen. Ebenso ist es dem Stimmverhalten der Linken geschuldet, dass heute nur ein Drittel aller verurteilten Vergewaltiger eine unbedingte Gefängnisstrafe verbüssen muss. Wieso liest man nichts davon in den Mainstream-Medien?

Anian Liebrand
Anian Liebrand
Geboren 1989 in Fribourg. Aufgewachsen in Beromünster LU. Nach Abschluss der kaufmännischen Berufsmatura diverse praxisnahe Weiterbildungen, u.a. im Marketing. Von 2014 bis 2016 Präsident der Jungen SVP Schweiz. Heute in verschiedenen Funktionen für unterschiedliche Parteien und Organisation tätig. 2020 Gründung der Politagentur.ch GmbH als deren Geschäftsführer.

Weitere Texte

Ähnliche Beiträge

Werbungspot_img

Neuste Beiträge

Unnötige Rassismuskommission

Spätestens seit dem Hamas-Angriff auf Israel vom 7. Oktober 2023 und der anschliessenden Zuspitzung des Konflikts in Gaza treten linke und linksextreme Kreise immer enthemmter – und oftmals Seite an Seite mit Islamisten – israelkritisch bis -feindlich auf.

Bildungsmisere – und die Verantwortung?

Ein längeres Gespräch mit einem renommierten Kenner des Bildungswesens hat mir vor Kurzem in Erinnerung gerufen, wie akut die Misere an unseren Schulen ist. Ein Viertel der Schüler erreicht nach Abschluss der obligatorischen Schulzeit die Mindestlesekompetenzen nicht.

Das falsche Spiel der Neutralitäts-Abschaffer

Mächtige Akteure fühlen sich durch die Neutralitätsinitiative gehörig «auf den Schlips getreten». Deshalb versuchen sie auf bösartige, aber durchschaubare Weise, die Initiative zu verunglimpfen. Bis anhin dachten die Gegner, die Vorlage mit bewährten psycho-manipulativen Vorgehensweisen aufs Abstellgleis befördern zu können.

Schlagwörter

Newsletter abonnieren