Schande von Winterthur

Winterthur am helllichten Tag, mitten am Bahnhof, zwischen Schulkindern. Ein eingebürgerter Türke sticht mit dem Messer wahllos auf Passanten ein – «Allahu Akbar» schreiend. Was wir aus unseren Nachbarländern kennen, ist nun auch in der Schweiz Realität geworden. Das macht betroffen, das macht traurig. Vor allem aber macht es wütend.

«Spalte rechts»-Kolumne von Anian Liebrand, erschienen in der «Schweizerzeit» am 5. Juni 2026

Wütend, weil der Täter den Behörden seit Jahren bekannt war. Nesip Dedeler ist Sympathisant des Islamischen Staates und wurde bereits 2015 wegen Verbreitung von Terror-Propaganda angezeigt. Seit langem war bekannt, dass er eng verbandelt mit der Winterthurer Extremistenszene rund um die An’Nur-Moschee ist. Wie der «Blick» aus Polizeikreisen erfuhr, wurde die Bundeskriminalpolizei zwei Tage vor der Tat über verwirrtes Verhalten von Dedeler informiert. Geschehen ist jedoch nichts, tags darauf wurde der Gefährder aus der Psychiatrie entlassen.

Es ist das altbekannte, leidige Muster: Immer muss zuerst etwas passieren, ehe Politik und Behörden versprechen, mehr zu tun. Dabei kennt der Nachrichtendienst beispielsweise die Namen jener vieler dutzend Islamisten, die vor Jahren in den «Heiligen Krieg» zum IS zogen und längst wieder «mitten unter uns» leben. «Tickende Zeitbomben» nennt das Egerkinger Komitee solche Integrationsverweigerer seit Jahren – oft unter dem Hohngelächter von Linken, die uns «Islamhetze» vorwerfen. Bezeichnend, dass es nun, wo unschuldige Menschen niedergestochen wurden, im linken Lager wieder auffällig still bleibt.

Im März 2025 habe ich geschrieben, dass es nur eine Frage der Zeit sei, bis wir in der Schweiz einen Terroranschlag oder ein schlimmes Messerattentat erleben würden, wenn die Politik nicht ein sofortiges Massnahmenpaket gegen den importierten, radikalen Polit-Islam und für Terror-Abwehr in Angriff nehme. Was zu tun ist, haben wir ebenfalls formuliert – und ist heute leider aktueller denn je: Asyl-Kriminelle, Gefährder und Dschihad-Sympathisanten gehören umgehend ausgewiesen. Eingebürgerten Islamisten ist der Schweizerpass zu entziehen. Ausländische Finanzierung von islamistischen Strukturen ist zu verbieten, Hassprediger sind nach dänischem Vorbild an der Einreise zu hindern.

Vor allem aber braucht es endlich den Mut, den politischen Islam als Straftatbestand zu verankern – so, wie es die Österreicher tun. Es geht nicht um den muslimischen Glauben. Es geht um eine totalitäre Ideologie, die unsere freiheitliche Ordnung verachtet. Wer noch Anstand hat in Bern, nimmt seine Verantwortung wahr.

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Anian Liebrand
Anian Liebrand
Geboren 1989 in Fribourg. Aufgewachsen in Beromünster LU. Nach Abschluss der kaufmännischen Berufsmatura diverse praxisnahe Weiterbildungen, u.a. im Marketing. Von 2014 bis 2016 Präsident der Jungen SVP Schweiz. Heute in verschiedenen Funktionen für unterschiedliche Parteien und Organisation tätig. 2020 Gründung der Politagentur.ch GmbH als deren Geschäftsführer.

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