Lärm und Polizeieinsatz bei Referendums-Einreichung

«So etwas habe ich noch nie erlebt», sagt Anian Liebrand. Der Luzerner ist Koordinator des Referendumskomitees «Nein zur Ehe für alle», das am Montagnachmittag in Bern seine gesammelten Unterschriften einreichte. Dort wurde er nicht nur von den Kameras erwartet, sondern auch von Demonstranten.

Text-Quelle: www.bluewin.ch, 12. April 2021

«Sie haben uns beleidigt und versucht, alles niederzuschreien», sagt Liebrand zu «blue News». «Da bekam ich schon ein etwas mulmiges Gefühl.» Die Kantonspolizei Bern musste eingreifen, zeigte 49 Personen wegen Verletzung der Corona-Massnahmen an und wies sie weg.

Das Störmanöver zeigt: Selbst nach über siebenjährigem politischem Tauziehen um die Ehe für homosexuelle Paare haben sich die Gemüter keineswegs beruhigt. Im Gegenteil, der Dauerstreit nimmt wieder Fahrt auf – denn er steuert auf sein Finale zu.

Das Referendumskomitee hat nach eigenen Angaben 59’176 beglaubigte Unterschriften eingereicht, hinzu kämen 7334 unbeglaubigte Unterschriften. Das sollte für eine Volksabstimmung reichen – auf diesem Weg will das Komitee die Ehe für alle doch noch stoppen.

Bericht von Keystone-SDA:

Anian Liebrand
Anian Liebrand
Geboren 1989 in Fribourg. Aufgewachsen in Beromünster LU. Nach Abschluss der kaufmännischen Berufsmatura diverse praxisnahe Weiterbildungen, u.a. im Marketing. Von 2014 bis 2016 Präsident der Jungen SVP Schweiz. Heute in verschiedenen Funktionen für unterschiedliche Parteien und Organisation tätig. 2020 Gründung der Politagentur.ch GmbH als deren Geschäftsführer.

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