Es reicht!

Ein verantwortungsloses Management hat die traditionsreiche Credit Suisse (CS) in den Ruin getrieben. Die Aura der im 19. Jahrhundert von Alfred Escher initiierten Kreditanstalt – wohl endgültig verblasst. Nun blutet das Herz der Schweiz, die Volksseele kocht. Der Niedergang der CS steht wohl sinnbildlich dafür, dass die tragenden Erfolgssäulen der Schweiz von Internationalisten und Globalisten auf allen Ebenen eingerissen werden.

«Schlusspunkt»-Kolumne von Anian Liebrand, erschienen in der «Schweizerzeit» am 24. März 2023

So erstaunt auch nicht, dass sich Management und Verwaltungsrat der CS für jahrelange Misswirtschaft nicht vor Gericht verantworten müssen. Nein, dafür eilt Väterchen Staat zur Hilfe: Der Schweizer Steuerzahler hat für das Versagen der CS-Führung und die Abzocker im Management geradezustehen. Mit 100 Milliarden Franken durch die Nationalbank und 9 Milliarden direkt durch den Bund wird die CS mit staatlichem Segen an die UBS verscherbelt. Das nächste Desaster lässt sich schon vorausahnen, ist diese Bank doch von ihrer Mentalität her «im selben Spital krank».

Der «Tages-Anzeiger» hat aus den Geschäftsberichten errechnet, dass die CS seit 2013 kumuliert 3,2 Milliarden Franken Verlust machte, die Top-Manager aber im selben Zeitraum 32 Milliarden (nicht Millionen!) Franken Boni eingesteckt haben. Und der Gipfel dieser Tragödie: Gemäss einem CS-internen Memo sollen die für Ende März eingeplanten Boni-Zahlungen an Kader und Mitarbeiter trotz «Grounding» der eigenen Bank unverändert sprudeln.

«Gewinne privatisieren, Verluste der Allgemeinheit aufbürden»: Nach diesem Motto agieren die Abzocker-Cliquen, wie sie bei der CS am Ruder waren. Abzocken, rumjammern und beschönigen – wenn sie aber tatsächlich Verantwortung übernehmen müssten, machen sie sich aus dem Staub und lassen Vater Staat den Scherbenhaufen aufräumen. Was die Selbstbereicherer und Blender in der Finanzbranche abziehen, hat längst nichts mehr mit Unternehmertum zu tun. Vielmehr sind jene, welche das «System CS» zu verantworten haben, die Feinde der freien Wirtschaft.

Mit ihrem rücksichtslosen Verhalten und ihren unanständigen Boni-Exzessen sind diese Management-Abzocker hauptverantwortlich dafür, dass sich Wirtschaft und Bürger immer mehr entfremden und sozialistische Scheinlösungen in den letzten Jahren Auftrieb erhalten haben. Wenn der Bundesrat es zulässt, dass trotz des CS-Groundings Milliarden-Boni ausgeschüttet werden, muss er sich nicht wundern, dass das Vertrauen in Staat und Wirtschaft endgültig verschwindet.

Anian Liebrand
Anian Liebrand
Geboren 1989 in Fribourg. Aufgewachsen in Beromünster LU. Nach Abschluss der kaufmännischen Berufsmatura diverse praxisnahe Weiterbildungen, u.a. im Marketing. Von 2014 bis 2016 Präsident der Jungen SVP Schweiz. Heute in verschiedenen Funktionen für unterschiedliche Parteien und Organisation tätig. 2020 Gründung der Politagentur.ch GmbH als deren Geschäftsführer.

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