Diskurs-Verlagerung

Mit der Volksinitiative «Ja zum Verhüllungsverbot» könnte unserem Lager der erste nationale Abstimmungserfolg seit mehreren Jahren gelingen. Obwohl die Befürworter in den öffentlichen Diskussionen überzeugen und sich namhafte Frauenrechtlerinnen – ohne Bezug zur SVP – mit starken Stellungnahmen einbringen, muss vor selbstgefälliger Siegesgewissheit gewarnt werden. Noch ist gar nichts gewonnen!

«Schlusspunkt»-Kolumne von Anian Liebrand, erschienen in der «Schweizerzeit» am 13. Februar 2021

Die altbekannte linksliberale Meinungsdominanz, allen voran die Ringier-Presse, lässt nichts unversucht, um die positive Grundstimmung, welche die Verhüllungsverbots-Initiative derzeit beflügelt, umzukehren. Nachdem sie gemerkt haben, dass das «Kleidervorschriften»-Argument keinen denkenden Bürger vom Hocker reisst, lenken «Operation Libero», Gössi-Freisinn und ihre linken Verbündeten die Debatte nun auf Nebengleise.

Ohne Grundlage wird neuerdings behauptet, die Initianten würden Maskottchen verbieten wollen – und überhaupt: Im Vorstand des Egerkinger Komitees sitze keine einzige Frau… Wer mit solchen Witz-Argumenten in die «Schlacht» ziehen muss, pfeift wahrlich aus dem letzten Loch. Wenngleich diese Diskussionen durchaus Unterhaltungswert bieten: Unterschätzen darf man sie nicht. Gestreute Unsicherheiten haben schon so mancher Volksinitiative entscheidende Stimmen gekostet.

Diesen durchsichtigen Manövern treten wir am besten entgegen, indem wir unsere Hauptargumente «bis zum Umfallen» wiederholen. Da die Sicherheits-Argumente systematisch totgeschwiegen werden, hilft jetzt insbesondere jeder Leserbrief, der die Initiative als wirksames Mittel gegen vermummte Chaoten bewirbt.

Noch viel besorgniserregender als der argumentative Niveauverlust ist der Umstand, dass landesweit Plakate in wohl noch nie gesehenem Ausmass zerstört werden. In manchen Regionen wurde mit grossem Aufwand jedes einzelne Plakat entwendet – mitsamt den Aufbau-Vorrichtungen. In sozialen Medien prahlen unbedarfte junge Migranten mit Videos, in denen sie ihre Straftaten dokumentieren und in aller Öffentlichkeit unverhohlen damit prahlen.

Weit haben wir es gebracht in unserer schönen Schweiz! Kämpfen wir also die restlichen drei Wochen weiter – für Freiheit und Sicherheit.

Anian Liebrand
Anian Liebrand
Geboren 1989 in Fribourg. Aufgewachsen in Beromünster LU. Nach Abschluss der kaufmännischen Berufsmatura diverse praxisnahe Weiterbildungen, u.a. im Marketing. Von 2014 bis 2016 Präsident der Jungen SVP Schweiz. Heute in verschiedenen Funktionen für unterschiedliche Parteien und Organisation tätig. 2020 Gründung der Politagentur.ch GmbH als deren Geschäftsführer.

Weitere Texte

Ähnliche Beiträge

Werbungspot_img

Neuste Beiträge

Kontrafunk: Dr. Bernhard Steiner – als Kinderarzt und Politiker der Wahrheit verpflichtet

Die Volksschul- und Bildungspolitik der Schweiz befindet sich in einer tiefen Systemkrise: Das Niveau der Schülerinnen und Schüler sinkt stetig, obwohl die Bildungskosten Jahr für Jahr steigen.

Gratulation Ueli – willkommen Anian!

Seit der Ausgabe vom Freitag, 5. April 2024, zeichnet Anian Liebrand neu als Chefredaktor der «Schweizerzeit» verantwortlich. Ich freue mich auf die neue Aufgabe und damit verbundenen Verantwortung!

Der alltägliche UNO-Wahnsinn

Wer glaubt, so rasch könne einen nichts mehr verblüffen, dem sei empfohlen, sich mal mit dem Mikrokosmos der Vereinten Nationen (UNO) zu befassen. Dort hat nämlich Ende März Saudi-Arabien den Vorsitz in der UNO-Kommission zur Förderung von Frauen übernommen.

Schlagwörter

Newsletter abonnieren