Anian Liebrand sieht sich als Strippenzieher für konservative Politikerinnen und Politiker. Mit dem Egerkinger Komitee fordert er ein Kopftuchverbot an Schweizer Schulen. Wer ist der 36-Jährige?
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Viele seiner Kundinnen und Kunden, für die er mit seiner Politagentur Kampagnen entwirft, stammten aus der SVP. Und die kleine EDU arbeite stets partnerschaftlich mit der grossen Volkspartei zusammen.
Liebrand ist jederzeit bereit
«Ich habe den Ruf, ein Schlachtross zu sein», sagt er. Er sieht sich gerne in dieser Rolle, er ist derjenige, der die Fäden zusammenhält. Einer, der anpackt und nicht mehr loslässt, wenn er mal zugeschnappt hat. Für politische Kampagnen ist er jederzeit bereit: «Die Leute kommen zu mir mit einem Thema und sagen: ‹Mach, was du für richtig erachtest, und sag uns, wie viel es kostet.›»
Ein Drehbuch hat er meist schon im Kopf, die Geldgeber stehen im Hintergrund bereit, die Materialien in einer Scheune bei einem befreundeten Bauer. Er weiss, wer die guten Plakatierer in den kantonalen Parteisektionen sind, und beliefert sie mit einem vollgepackten Lieferwagen.


