Am Volk vorbei gegendert

Gewaltige Klatsche für die «Gender-Mafia» und ihre Zudiener: Laut einer gross angelegten Umfrage von Tamedia und «20 Minuten» nutzen gerade mal fünf Prozent der Schweizerinnen und Schweizer den Genderstern. Ein Grossteil der Befragten lehnt die Verwendung von gendergerechter Sprache sowohl in der Öffentlichkeit (68 Prozent), als auch in der Arbeitswelt (68 Prozent) und im privaten Alltag (75 Prozent) ab. Mehr als drei Viertel der Befragten finden Debatten um den Gebrauch der Gendersprache zudem «nicht wichtig».

«Schlusspunkt»-Kolumne von Anian Liebrand, erschienen in der «Schweizerzeit» am 9. Juni 2023

Was wir bisher bloss geahnt haben, ist nun quasi «amtlich bestätigt»: Die Gender-Propagandisten in Funk, TV, Presse und Bildungsbürokratie haben mit ihren Zwangsbeglückungs- und Umerziehungs-Bestrebungen – gemessen am betriebenen Aufwand – verschwindend geringen Erfolg. Der Grossteil der Bevölkerung ist von diesem «Gender-Gstürm» gar nur noch genervt und reagiert auf all die Belehrungen ablehnend bis allergisch.

In besonders schiefem Licht steht nun das Schweizer Radio und Fernsehen (SRF), deren Moderatoren und Schreiber sich zuweilen die grauenhaftesten Gender-Sprachschändungen erlauben (z.B. «Ärzt:innen»). Das SRF nimmt für sich bekanntlich gerne in Anspruch, die journalistische «Relevanz» zum Massstab zu nehmen. Dass der Staatsfunk seine Gender-Apologeten ungestraft auf die Bevölkerung loslässt, ist mit Blick auf die verschwindend geringe Verbreitung der Gendersprache jedoch mit keiner Relevanz mehr zu rechtfertigen. Die Verantwortlichen warten wohl sehnlichst auf die Quittung, die in Form der SRG-Halbierungs-Initiative hoffentlich bald im Anmarsch ist …

Eine weitere, Ende Mai veröffentlichte Tamedia-Befragung ergab im Übrigen, dass eine klare Mehrheit (62 Prozent) der Schweizer die Schaffung eines amtlich beglaubigten «dritten Geschlechts» («divers») ablehnt. Wer meint, dieses klare Statement würde die mit den Gender-Ideologen eng verzahnte Transgender-Lobby auf den Boden der Tatsachen zurückholen und zu mehr Bescheidenheit führen, dürfte allerdings falsch liegen. Jene Kreise, die unsere Gesellschaft nach dem Gusto der kulturmarxistischen «Alle dürfen alles»-Agenda umkrempeln wollen, nehmen solche Resultate nur als Ansporn, das Volk noch offensiver umzuerziehen und zu «sensibilisieren» (Dragqueen-Kindervorlesungen lassen grüssen).

Wir dürfen uns also noch auf jede Menge Gender-Aktivismus gefasst machen. Wir Rechten müssen uns gut überlegen, was wir dieser Propaganda entgegenstellen.

Anian Liebrand
Anian Liebrand
Geboren 1989 in Fribourg. Aufgewachsen in Beromünster LU. Nach Abschluss der kaufmännischen Berufsmatura diverse praxisnahe Weiterbildungen, u.a. im Marketing. Von 2014 bis 2016 Präsident der Jungen SVP Schweiz. Heute in verschiedenen Funktionen für unterschiedliche Parteien und Organisation tätig. 2020 Gründung der Politagentur.ch GmbH als deren Geschäftsführer.

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